Liebesgarde

Aus Arenbór - Lore
Illustration einer Liebesgardistin, die gerade einen Freier verführt

Als Liebesgarde wird jene Ansammlung von Frauen der Menschen bezeichnet, die Männern gegen Bezahlung Liebesdienste anbieten. Als deren Gründer gilt Kellam Foran.

Später traten auch Männer in die Liebesgarde ein.

Hintergrund

Durch die regelrechte Sucht nach körperlicher Nähe ließ Garans König Kellam vermehrt die schönsten Frauen in einem, einer Kaserne gleichenden, Haus innerhalb Rongvars kasernieren.

Standen diese Frauen zu Beginn nur Kellam höchstselbst zur Verfügung erließ er ein Gesetz, das auch Soldaten von den Diensten der Damen Gebrauch machen durften. Hierfür sei allerdings eine Zahlung an das Königshaus von Nöten.

Somit gilt Kellam als Gründer der Prostitution.

Waren in den Anfängen der Liebesgarde die Frauen noch gegen ihren Willen kaserniert wurden, entwickelte sich der Berufsstand einer Liebesgardistin im Laufe der Zeit als Ausweg aus der Armut für viele der in Garan lebenden Frauen.

Die Gardistinnen wurden stets mit nobler Kleidung, schönem Schmuck und ausreichend Nahrung versorgt.

Galt der Berufsstand als verrucht und beschämend so wurden Liebesgardistinnen dennoch geduldet.

Gegen Ende des Zeitalters der Menschenherrschaft wandelte sich die Meinung der Menschen, galten die Gardistinnen dann sogar als edle Frauen, die ob ihrer Künste durchaus Bewunderung erhielten. Vereinzelt ergriffen auch Männer diesen Berufsstand, da die Menschen aus Garan durch den Erlass Dalor Forans offiziell ohne Sanktionen gleichgeschlechtliche Liebschaften halten durften (siehe Dalor'sches Gesetz)

Als die Armee der geeinten Lande in Rongvar einmarschierte und den König seines Amtes enthob wurde die Prostituition abgeschafft. Das Verbot wurde jedoch bereits wenige Tage später wieder revidiert, da die Gardistinnen, sowie auch das Volk für die Aufrechterhaltung der Liebeskasernen plädierte.

In Garan sind die Liebesgardistinnen nach wie vor erlaubt, während diese in Bralan stets verboten waren und noch sind.

Im Zeitalter der geeinten Welt wandern deshalb viele bralansche Frauen nach Garan aus, um in Rongvar als Liebesgardistin zu arbeiten.