Brand des Palas von Rongvar

Aus Arenbór - Lore

Der Brand des Palas von Rongvar fand in der Nacht zum 10T/9M/278ZM statt.

Das Gebäude brannte vollständig nieder und wurde im Frühling des nächsten Zwölfmondes aus Stein wieder neu aufgebaut.

Es dauerte mehrere Stunden, bis das Feuer zur Gänze gelöscht werden konnte.

Brandursache und Ablauf

Als der Brand gelöscht und die sterblichen Überreste der Todesopfer geborgen wurden, konnte der Ablauf wie folgt rekapituliert werden.

Des Nachts schlichen sich einer der Köche, sowie eine Kammerzofe auf den Dachboden des Palas, wohl um dort einem Liebesspiel zu frönen. Vorwiegend wurde jener für das Unterbringen von alter Kleidung, Bettlaken und Vorhängen genutzt. Eine der Kerzen, welche sie mitbrachten wurde umgestoßen und die Stoffe fingen Feuer.

Die brennenden Stücke blockierten den Zugang zum Dachboden, was durch die Entwicklung giftigen Rauchgases zum Tod der Beiden führte.

Schliefen die restlichen Bewohner des Palas noch fest in ihren Betten, begann der Dachstuhl des Gebäudes zu brennen und durch die zahlreichen Vorhänge und dem hölzernen Mobiliar bahnte sich das Feuer seinen Weg durch den Rest des Gebäudes nach unten, als es schließlich das gesamte oberste Stockwerk in Brand setzte.

Die dort wohnhafte Belegschaft wurde durch den entstehenden Rauch und die Brandgeräusche geweckt und schlug Alarm.

Die große doppelseitige Holztüre zu jenem Raum in dem Karnella mit ihrem Gatten und dem gemeinsamen Sohn verweilte, verzog sich durch die enorme Hitze, die der Brand erzeugte. Sie waren in ihrem Zimmer eingesperrt und versuchten verzweifelt die Türe zu öffnen. Ein Überlebender berichtete später, dass er versuchte, sie zu retten, doch war ihm der Zugang versperrt. Er hörte ihre panischen Schreie, als das Feuer in den Raum überging, brachte sich jedoch um sein eigenes Leben zu retten in Sicherheit.

Da der Raum kein Fenster hatte, war ihnen jedweder Fluchtweg versperrt.

Die ebenfalls im obersten Stockwerk schlafende Finnea konnte sich nicht mehr retten, da das Dach bereits über ihrem Zimmer zusammenbrach. Es konnte nicht geklärt werden, ob sie noch am Leben war, oder bereits durch die Rauchentwicklung verstarb, als sie unter den Trümmern begraben wurde. Aufgrund der Position der Leiche nahm man an, dass sie durch die Rauchvergiftung noch im Schlaf in ihrem Bette verstarb.

Die im Parterre wohnhaften Ellis und Celena wurden durch die Rufe der Belegschaft geweckt. Celena versuchte einen Weg zu ihren Kinden zu finden, um sie zu retten. Als sie das mittlere Stockwerk erreichte, in dem ihr Sohn Lari schlief, brannte das Feuer bereits durch die Decke, da der gesamte oberste Stock in Flammen stand. Sie flüchteten gemeinsam und versuchten in das Parterre zurück zu gelangen.

Durch den Aufbau des Palas mit einer zentralen Treppe durch die Stockwerke war der einzige Fluchtweg nach unten jedoch bereits versperrt, da das Feuer inzwischen die komplette Holztreppe in Brand gesetzt hatte.

Als sie versuchten in Laris Raum zurück zu kehren, brach der Stock über ihnen zusammen. Sie wurden von den herunterfallenden Trümmern erschlagen.

Ellis ignorierte seine eigene Sicherheit und rannte in den Keller, um die dort schlafende Belegschaft zu alarmieren. Als er sämtliche Personen versammelt hatte, versuchten sie über die in den Keller führende Bodenluke zu entkommen, doch war die gesamte Konstruktion des Palas bereits so instabil, dass er in sich zusammenbrach und den Zugang unter sich begrub. Sie konnten die Luke nicht mehr öffnen und erstickten an dem durch die Luftschlitze dringenden Rauch.

Protokollierte Todesopfer

Celena Foran mit ihrem Gemahl Ellis Quitris sowie den gemeinsamen Kindern Lari und Finnea Foran

Karnella Foran mit ihrem Gemahl Hagold Krol sowie dem gemeinsamen Sohn Aywin Foran

37 Mitglieder der Belegschaft (Domestiken, Köche, Reinigungspersonal)

Sonstiges

Als bereits alle im Palas lebenden Personen gerettet oder verstorben waren, brannte der Palas noch weiter. Eine aus dem Volksring reichende Menschenkette sorgte schließlich für die Löschung des Brandes, ehe das Feuer an umliegende Gebäude überschlagen konnte.

Der Funkenflug sorgte lediglich für kleine Feuer von an Außenwänden montierten Fahnen oder Stofftüchern an jenen Häusern, welche jedoch schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten.

Da Wernel Forans letzter Nachkomme Arden Foran diese Nacht nicht im Palas verbrachte, ging man zunächst davon aus, dass der Palas im Zuge eines Mordkomplotts gegen seine Geschwister mit Absicht in Brand gesteckt wurde. Die Rekapitulation der Ereignisse zeigte jedoch, dass es sich bei der Entstehung des Brandes um einen Unfall handelte.